Stand: 30.03.2026

Nattern-Plattschwanz

Wiss. Name:

  • Laticauda colubrina

Englisch:

  • Banded Sea Krait / Sea Snake
  • Yellow Lipped Sea Krait / Sea Snake

Deutsch:

  • Nattern-Plattschwanz
  • Gelblippen-Seeschlange
  • Gebänderte Seeschlange
  • Gebänderte Seekobra
  • Plattschwanz-Seeschlange
Laticauda colubrina (C) Stefan Dreesen CC BY-NC-SA 4.0
All­ge­meines
und Bio­logie
Vorkommen
Vor­kom­men
Erkennen
Er­ken­nen
Verwechslungsgefahr
Ver­wechs­lung
Giftwirkung
Ver­giftung
Prävention
Prä­ven­tion
Erste Hilfe
Erste Hilfe
Professionelle Maßnahmen
Pro­fessio­nel­le
Maß­nah­men

Allgemeines und Biologie

Laticaudinae sind Mitglieder der Familie der Giftnattern und allesamt giftig. Wie alle Landtiere, die ins Meer zurückgekehrt sind, verfügen Seeschlangen über Lungen und müssen regelmäßig, ca. alle 15-30 Minuten, zum Atmen auftauchen [1]. Sie sind sowohl im Wasser als auch an Land anzutreffen, wobei eine Studie auf Mabualau zeigte, dass beide Geschlechter etwa alle 10 Tage zwischen Land und Meer wechselten. Der 10-tägige Zyklus des Wechsels zwischen Land und Wasser passt gut zur durchschnittlichen Dauer der Häutung (12 Tage) und der Verdauung (8 Tage). Weibchen können sich im Wasser schneller fortbewegen als Männchen, letztere sind dafür an Land etwas schneller [2]. Ein großes Problem für eine Seeschlange an Land besteht darin, dass die Temperaturen am Nachmittag gefährlich hoch werden können. Als Reaktion darauf stellen die Schlangen ihre Aktivitäten ein (insbesondere die Balz) und ziehen sich in schattige Bereiche zurück. Infolgedessen bleiben ihre Körpertemperaturen tagsüber relativ konstant. Männchen sind generell aktiver und halten sich häufiger in höher gelegenen, trockeneren Bereichen auf, wo die Verdunstung weniger Einfluss auf das thermische Regime hat. Interessant ist, dass die beiden Geschlechter die Habitate auf unterschiedliche Weise und für unterschiedliche Funktionen nutzen. Das gilt auch für das aquatische Habitat: Weibliche Seeschlangen ernähren sich von großen Tiefwasser-Aalen, während Männchen kleinere Arten aus flachem Wasser fressen. Folglich bewegen sich Männchen weiter in terrestrischen Habitaten, aber weniger in aquatischen Habitaten als Weibchen. Die Weibchen legen ihre Eier an Land in geschützten Bereichen ab, wobei die Häufigkeit und Gelegegröße unterschiedlich ist, über verschiedene Studien hinweg aber mit ca. 6-10 Eiern maximal einmal im Jahr beziffert wird.

Obwohl die Schlange über ein potentes Gift verfügt, sind Vergiftungen aus mehreren Gründen sehr selten: Zum einen sind die Tiere nicht aggressiv und beispielsweise von Tauchern erfahrungsgemäß vollkommen unbeeindruckt. Berichte über Näherungen scheinen vor allem durch aktive Manipulation (die – wie jede vom Menschen ausgehende Interaktion mit wilden Lebewesen – unterbleiben soll) oder z.B. durch das Interesse am eigenen Spiegelbild, z.B. in einer Tauchermaske, herzurühren. Selbst bei Interaktion mit Menschen kommt es so gut wie nie zu Bissen (vgl. Vergiftung).

Vorkommen

Üblicherweise sind die Schlangen in Riffnähe in Tiefen zwischen 0 und 10 Meter zu finden, sie bewegen sich auch an Land. Sie kommen im östlichen Indischen Ozean sowie im westlichen Pazifikgebiet vor, unter anderem in den folgenden Bereichen: Amerikanisch-Samoa, Andamanen und Nikobaren, Australien, Bangladesch, Bunaken, China, El Salvador, Fidschi, Indien, Indischer Ozean, Indonesien / Bali, Japan, Kambodscha, Malaysia, Mexiko (Ostpazifik), Mikronesien, Myanmar (ehem. Birma), Neukaledonien, Neuseeland, Nicaragua, Niue, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Raja Ampat, Ryūkyū-Inseln, Salomonen, Singapur, Sri Lanka, Taiwan, Thailand, Timor-Leste, Tonga, Vanuatu, Vietnam [1], [3], [4].

Datenquelle: iNaturalist.org (aufgeführt sind aus technischen Gründen nur die aktuellsten 200 Sichtungen, Sichtungen Community-based.)

Erkennen

Erkennen des Tieres

Laticaudae sind weit verbreitet und an den typischen Tauchdestinationen rund um Indonesien, den Philippinen und Australien anzutreffen. Sie sind aufgrund ihrer fehlenden Scheu unter Wasser leicht zu fotografieren, weswegen das Internet voll von ihren Fotos ist. Die Laticauda colubrina kann bis zu 1,5 m lang werden [3]. Sie ist grau-silbrig / schwarz gestreift und besitzt im Kopf / Maul-Bereich eine auffällige Gelbfärbung, die ihr das Synonym „Gelblippen-Seeschlange“ eingetragen hat. Zudem spiegelt sich der Oberbegriff „Plattschwanz“ in dem seitlich abgeflachten Schwanzende wider, das an die Schwanzflosse anderer Meeresbewohner erinnert, während der restliche Körper eine zylindrische Form hat.

Erkennen der Folgen

Die Bissspuren sind meistens winzig und in der Regel schmerzarm. Bisse kommen vor allem im Bereich der Hände vor. Lokale Reaktionen sind selten und – wenn vorhanden – ebenfalls milde ausgeprägt (z.B. Rötung, Schwellung). Zu den Symptomen s. Abschnitt Vergiftung.

Ver­wechs­lungs­möglich­keiten

Die „Westliche Hellgebänderte Ruderschlange“ (Hydrophis belcheri), besser bekannt unter ihrem englischen Namen „Belcher’s Sea Snake“, eine der giftigsten Seeschlangenarten, unterscheidet sich optisch deutlich von der Laticauda colubrina. Googelt man aber beispielsweise den Begriff „Belcher‘s Sea Snake“, erhält man fast ausschließlich Bilder der Laticauda colubrina [5]. Das ist ein klassisches Beispiel für eine Desinformationsblase, von denen sich leider im Internet viel zu viele tummeln. Menschen googeln diese Fehlinformationen und taggen ihre eigenen Fotos von Laticaudae mit dem Namen der falschen Spezies, so dass sich der Effekt weiter selbst verstärkt und die Blase wächst. Bei einer Suche auf YouTube werden ebenfalls fast ausschließlich die falschen Spezies in den Titelbildern angezeigt. Als Ursache dieses Phänomens wird die Diskrepanz der Anzahl verfügbarer Fotos von Laticaudae-Arten und der Hydrophis belcheri angegeben, die Anfangs zur Verwendung von Laticaudae-Fotos als „Bildbeispiel“ oder „Generische Seeschlange“ geführt hat und dann breit zur Verwendung von Laticaudae-Fotos im falschen Kontext führte. Leider gibt es von H. belcheri insgesamt kaum Bilder aus seriösen Quellen. Das hier abgebildete Fotos ist eines dieser wenigen, stammt aus einer wissenschaftlichen Publikation und findet auch auf Wikipedia und bei iNaturalist Verwendung [6].

Westliche Hellgebänderte Ruderschlange (Hydrophis belcheri)
(C) Rasmussen AR, Murphy JC, Ompi M, Gibbons JW, Uetz P (2011) - Rasmussen AR, Murphy JC, Ompi M, Gibbons JW, Uetz P (2011) Marine Reptiles. PLoS ONE 6(11): e27373. doi:10.1371/journal.pone.0027373 CC BY 2.5

Von der Natur gewollt hingegen ist die Ähnlichkeit des Ringelschlangenaals Myrichthys colubrinus. Er ahmt die hochgiftige Seeschlange nach, um sich so vor Feinden zu schützen. Auf den ersten Blick gut unterscheiden lässt sich der Aal durch seinen eher spitz zulaufenden Kopf mit seinen röhrenförmigen Nasenlöchern. Er ist für Menschen absolut harmlos und ungiftig.

Ringelschlangenaal (Myrichthys colubrinus)
(C) Dominik Maximilián Ramík CC BY 4.0

Vergiftung

Die Schlange besitzt ein hochpotentes Gift. Die tödliche Dosis (LD50) liegt bei 0,1 bis 0,45 mg/kg und ist offenbar regional unterschiedlich [4], [7]. Bei L. colubrina bestehen rund 66 % der Giftproteine aus hochwirksamen α-Neurotoxinen. Diese Neurotoxine wirken postsynaptisch mit variabler Affinität zu den nikotinergen Rezeptoren der Muskelendplatte und können die neuromuskuläre Übertragung blockieren, was bei Vergifteten zu einer rasch einsetzenden Lähmung führt. Phospholipase A2 ist ebenfalls ein Bestandteil der des Giftgemischs, führt aber nur zu geringen Wirkungen. Insgesamt steht die neurotoxische Wirkung klar im Vordergrund. Eine starke Schwellung tritt nicht auf, so dass sich die Anwendung der Pressure-Immobilisation-Technique anbietet (vgl. Erste Hilfe).

Abgesehen vom generell fehlenden Interesse gegenüber Menschen sind die Mäuler der Tiere sehr klein, die Zähne recht kurz (2-7 mm) und die Menge des injizierten Gifts häufig gering [1]. Gefährdet sind daher vor allem Fischer beim Einholen von Netzen, die gelegentlich in die Finger gebissen werden können.

Die meisten Bisse führen daher zu nur milden Symptomen. In einer Studie mit 101 Fällen in Malaysia wurden nur 22 % der Bisse als schwerwiegend eingestuft. Allerdings starben 6 von 11 schwer vergifteten Personen, bevor ein Antiserum zur Verfügung stand, und 2 von 11 nach Gabe des Antiserums [8]. Die ursächlichen Spezies sind hierbei nicht näher bezeichnet, es dürfte sich aber um eine heterogene Gruppe handeln, die auch andere als die Laticauda spp. umfasst.

Es ist nicht möglich, eine verlässliche Zeitangabe für das Auftreten von Symptomen zu geben, da diese maßgeblich von der Menge des injizierten Giftes abhängen. Die Bisswunden sind – unabhängig von der Giftmenge – meist unscheinbar und der Biss wenig bis gar nicht schmerzhaft. Leichte Fälle führen häufig nur zu unspezifischen vegetativen Symptomen wie Angst, Übelkeit oder Schwindel.

Es kommt allerdings in schweren Fällen häufig zu folgender Symptomabfolge:

  • Verschwommensehen
  • Ptosis (hängende Augenlider)
  • Schluck- und Sprechstörungen
  • allgemeine Schwäche / Lähmungserscheinungen
  • zunehmende Atemprobleme
  • schwere Lähmung der Atemmuskulatur, die ohne Beatmung tödlich verläuft.
  • Die Hypoxie (Sauerstoffunterversorgung) kann vor dem Eintritt des Todes weitere Symptome verursachen wie Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle.
  • In unterschiedlichem Ausmaß kann es zudem zu einer Schädigung der Skelettmuskulatur (Rhabdomyolyse) kommen, was sich vor allem in den Laborwerten zeigt.

In einer Kasuistik wird von einem Fischer berichtet, bei dem sich die Symptome sehr schnell – vermutlich innerhalb von Minuten – ausgeprägt hatten und der aufgrund der Abgeschiedenheit des Unfallortes leider nicht mehr gerettet werden konnte [9].

Prävention

Da die Schlangen grundsätzlich friedfertig sind, ist im Wasser nicht mit Unfällen zu rechnen, so lange nicht mit den Tieren hantiert wird. Panikreaktionen sind unangebracht und wirken im schlimmsten Fall auf die Tiere bedrohlich. Es gibt seltene Berichte über Schlangen, die mit Tauchern interagiert und sich beispielsweise um deren Extremitäten gewickelt haben, ohne dass es hierbei aber je zu einem Biss gekommen wäre [1]. Fischer sollten beim Leeren der Netze grundsätzlich Vorsicht walten lassen und ausreichend dicke Handschuhe tragen. An Land gilt natürlich wie auch im Wasser, niemals in irgendwelche Spalten oder Höhlen zu greifen, da sich die Tiere dort verstecken können.

Erste Hilfe

Dos
  • Bei Verletzungen im bzw. unter Wasser sollte der Betroffene unter Beachtung des Eigenschutzes so schnell wie möglich aus dem Wasser gebracht werden. Bei Tauchgängen in größerer Tiefe sollte nach Möglichkeit der reguläre Austauchvorgang in Richtung Boot / Ausstieg unter Einhaltung der Sicherheitsstopps unverzüglich eingeleitet und der Betroffene kontinuierlich beobachtet werden, um beim Auftreten ernsthafter Symptome wie Bewusstlosigkeit oder Krampfanfall unter Sicherung des Atemwegs als ultima ratio einen Notaufstieg durchführen zu können.
    • Diveguide über Tauchgangsabbruch informieren.
    • Bei Bootstauchgängen Boje setzen!
    • Notaufstieg bei ersten Anzeichen einer schweren Vergiftung (Verschwommensehen, hängende Augenlider, Schluckstörungen, Lähmungserscheinungen, Atembeschwerden),
      • dann auch sofortige Sauerstoffgabe nach dem Auftauchen.
  • Vordringliche Maßnahmen unter Beachtung des Eigenschutzes:
    • Das Gift führt zur Lähmung, unter anderem der Atemmuskulatur. Beatmung ist also eine vordringliche Maßnahme bei Atemstillstand mit erhaltenem Kreislauf. Wo immer möglich unter Anwendung von Sauerstoff, sonst Mund-zu-Mund, Mund-zu-Nase, Masken-Beutel-Beatmung oder supraglottische Atemwege, je nach persönlichen Möglichkeiten des Helfers.
    • Bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung Stabile Seitenlage mit kontinuierlicher Überwachung der Atemfunktion (hier noch wichtiger als ohnehin schon).
    • Bei Kreislaufstillstand oder im Zweifel Herz-Lungen-Wiederbelebung.
  • Körperliche Schonung, Ruhigstellung der Extremität bzw. der betroffenen Region.
  • Anwendung der Pressure Immobilisation Technique so früh wie möglich (s. entsprechende Seite, vgl. [10]).
  • Immer ärztliche Hilfe aufsuchen, mindestens zur Reinigung der Wunde und zur Überprüfung des Tetanusschutzes, bei schweren Vergiftungen ist die Gabe von Antiserum erforderlich. 
Dont
Don'ts
  • Kein unkontrollierter Notaufstieg, wenn vermeidbar (häufig milder Verlauf) aber auch keine Verzögerung des Austauchvorgangs (drohende Lähmung!).
  • Kein Einschneiden, Aussaugen, Ausbrennen der Wunde oder ähnliches.
  • Extremität nicht unnötig bewegen.
  • Keine unnötige körperliche Anstrengung!
  • Die betroffene Extremität nicht massieren, da hierdurch das Gift eher in den Körper verteilt wird.
  • Hitzeanwendung ist im Gegensatz zu Vergiftungen durch Quallen oder Fische unwirksam, da das Gift hitzestabil ist und die Anwendung von Wärme mehr Nebenwirkungen hätte als positive Effekte.

Pro­fessio­nelle medi­zini­sche Hilfe

  • Wenn die betroffene Extremität immobilisiert ist (Stichwort: Pressure Immobilisation Technique), sollten die Schiene und der Druckverband nicht entfernt werden, bis der Patient in einer Einrichtung ist, in der vollständige Reanimationsmaßnahmen und Antiserum jederzeit verfügbar sind.
  • Bei Laticauda colubrina ist die neurotoxische Wirkung führend, so dass der Tod durch Atemlähmung als vordringlichstes Problem Beachtung finden muss. Ggf. muss eine endotracheale Intubation mit invasiver Beatmung unter adäquater (Analgo-) Sedierung erfolgen.
  • Schwere Fälle einer systemischen Vergiftung sollten, wenn möglich, auf einer Intensivstation behandelt werden und immer in einer Umgebung, in der Reanimationsmöglichkeiten sofort zur Verfügung stehen.
  • Sea Snake Antivenom (SSAV) scheint bei Laticauda colubrina zwar etwas schwächer wirksam zu sein, als bei manchen anderen Seeschlangenarten, ist aber trotzdem wirksam und wird bei entsprechender Indikation ausdrücklich empfohlen [7].
  • Bei Nachweis einer systemischen Vergiftung durch eine Seeschlange sollte der Inhalt einer Ampulle (1.000 Einheiten) nach Verdünnung mit Vollelektrolyt- oder physiologischer Kochsalzlösung langsam als intravenöse Infusion verabreicht werden.
    • Die Verdünnung ist idealerweise 1:10, erwogen wird zur Reduktion des zu infundierenden Volumens, z.B. bei kleinen Kindern, auch eine Verdünnung von 1:5.
    • Eine Flasche zu 1.000 Einheiten enthält je nach Produkt 15 – 35 ml Lösung, entsprechend einer Infusionsmenge von 150 – 350 ml bei der klassischen 1:10-Verdünnung.
  • Die Dosis ist für Erwachsene und Kinder gleich.
  • Nach der Verdünnung sollte das SSAV sofort verwendet werden.
    • Der Patient muss mindestens 6 Stunden nach Abschluss der Antivenom-Infusion überwacht werden.
    • Vor Beginn der Antivenom-Infusion sollte Adrenalin einsatzbereit vorbereitet sein, da anaphylaktische Reaktionen sehr schnell auftreten können.
  • Die Überwachung der Urinausscheidung ist wichtig, um eine Myoglobinurie zu erkennen. Die Rhabdomyolyse ist variabel, aber in der Regel deutlich geringer ausgeprägt, als bei anderen Spezies [9].
  • Die Serum-Kreatinin- und Elektrolytwerte sollten regelmäßig kontrolliert werden, wobei Elektrolytstörungen bei Bedarf korrigiert werden müssen.
  • Eine Hämodialyse kann in Situationen in Betracht gezogen werden, in denen kein Antiserum verfügbar ist. Obwohl dies keine Standardmaßnahme ist, könnte diese Intervention in refraktären Fällen theoretisch vorteilhaft sein, da die Molekülgröße des Neurotoxins (6.000 bis 8.000 Da) relativ klein ist und eine teilweise Clearance ermöglichen könnte [11].
  • Bei Tauchern immer auch an einen Notaufstieg (DCS-Gefahr) denken, auch beim Buddy!
  • Wunden behandeln, die ggf. auch bei der Rettung immobiler Opfer aufgetreten sein können (Verletzungen an Korallen, Bootsleiter o.ä.), Sekundärinfektionen vermeiden.
  • Tetanusschutz überprüfen und ggf. auffrischen.

Weitere Bilder

Laticauda colubrina auf dem Rückweg vom Luftholen
(C) Susanne Lochner (mit freundlicher Genehmigung)
Typisches Bild beim Jagen zwischen Korallen
(C) Stefan Dreesen CC BY-NC-SA 4.0
Die Schlangen können auch an Land unterwegs sein
(C) melianie_max_and_asker CC BY 4.0

Videos

Kurzes Video mit guten Bildern aus dem Riff.

Film über das Verhalten der Laticaudae.

Literatur

[1]           Gifttiere Ein Handbuch für Biologen, Toxikologen, Ärzte und Apotheker, 4. neu bearbeitete und Erweiterte Auflage. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2025.

[2]           S. Shetty und R. Shine, „Activity Patterns of Yellow-Lipped Sea Kraits (Laticauda colubrina) on a Fijian Island“, Copeia, Bd. 2002, S. 77–85, Feb. 2002, doi: 10.1643/0045-8511(2002)002%5B0077:APOYLS%5D2.0.CO;2.

[3]           „Laticauda colubrina Gelblippen-Seeschlange, Nattern-Plattschwanz“. Zugegriffen: 12. Februar 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/4441_Laticauda_colubrina.htm

[4]           H. A. Levey, „Toxicity of the venom of the sea-snake, Laticauda colubrina, with observations on a Malay ‘folk cure’“, Toxicon, Bd. 6, Nr. 4, S. 269–276, Mai 1969, doi: 10.1016/0041-0101(69)90095-6.

[5]           „belchers sea snake – Google Suche“. Zugegriffen: 10. Februar 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://www.google.com/search?client=safari&rls=en&q=belchers+sea+snake&ie=UTF-8&oe=UTF-8&sei=-iuLafzBCZrt7_UP-pXVuQc&dlnr=1

[6]           A. R. Rasmussen, J. C. Murphy, M. Ompi, J. W. Gibbons, und P. Uetz, „Marine Reptiles“, PLoS One, Bd. 6, Nr. 11, S. e27373, Nov. 2011, doi: 10.1371/journal.pone.0027373.

[7]           C. H. Tan, K. Y. Wong, K. Y. Tan, und N. H. Tan, „Venom proteome of the yellow-lipped sea krait, Laticauda colubrina from Bali: Insights into subvenomic diversity, venom antigenicity and cross-neutralization by antivenom“, J Proteomics, Bd. 166, S. 48–58, Aug. 2017, doi: 10.1016/j.jprot.2017.07.002.

[8]           „Sea-Snake-Antivenom-Product-Information.pdf“. Zugegriffen: 12. Februar 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://labeling.seqirus.com/PI/AU/Sea-Snake-Antivenom/EN/Sea-Snake-Antivenom-Product-Information.pdf

[9]           M. Tiemensma und R. W. Byard, „Fatal Sea Snake Envenomation“, Am J Forensic Med Pathol, Bd. 42, Nr. 4, S. 401–404, Dez. 2021, doi: 10.1097/PAF.0000000000000679.

[10]        „guideline-9-4-8-envenomation-pressure-immobilisation-technique-296.pdf“. Zugegriffen: 7. September 2024. [Online]. Verfügbar unter: https://www.anzcor.org/assets/anzcor-guidelines/guideline-9-4-8-envenomation-pressure-immobilisation-technique-296.pdf

[11]        J. Fuehrer, E. L. Kong, und H. M. Murphy-Lavoie, „Sea Snake Toxicity“, in StatPearls, Treasure Island (FL): StatPearls Publishing, 2025. Zugegriffen: 12. Februar 2026. [Online]. Verfügbar unter: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK532973/

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