Herzlich Willkommen auf DiveTox, der Infoseite für Giftiges und Vergiftungen am und im Wasser.

Diese Seite richtet sich an Taucher, Schwimmer, Wassersportler, Strandspaziergänger, Eltern und alle Menschen, die Gefahr laufen, am und im Wasser in Kontakt mit giftigen Lebewesen zu kommen.
Mit der Verwendung der Seite erkennen Sie den Haftungsausschluss für medizinische Inhalte an.

Nesseltiere
(Quallen, Staatsquallen, Anemonen etc.)
Fische, Rochen etc.
Weichtiere
(Schnecken, Oktopusse etc.)
Schlangen
Sonstige
(z.B. Ringelwürmer etc.)
Erste Hilfe allgemein

Informationen zu dieser Website und ihrer Benutzung

Diese Website ist ein privates 1-Mann-Projekt eines begeisterten Tauchers, Notfallmediziners und Hobbyfotografen. Sie entstand aus einigen Schlüsselerlebnissen, unter anderem der Erkenntnis, nur einen Tag von der Begegnung mit einer Portugiesischen Galeere beim Tauchen entfernt gewesen zu sein. Die Seite wurde mit größter Sorgfalt und intensiver Recherche in verschiedensten Quellen erstellt, allerdings kommt jetzt das große ABER:

Viele Vergiftungen durch Meereslebewesen sind auch heutzutage noch sehr schlecht erforscht. Es existieren wenige Studien und vieles beruht auf Erfahrung oder Meinung. Ein großes Problem in der Fach- und Laienpresse ist zudem, dass häufig Informationen unreflektiert aus anderen Quellen übernommen und weiterverbreitet werden. Das Internet ist als riesiger Quell von Information aber auch Fehlinformation Segen und Fluch zugleich. Die „Weitererzählungen“ verbreiten sich vollkommen unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt und finden häufig ihren Einzug auch in offiziell wirkende Publikationen von Apotheken und an sich seriösen Websites. Ist Essig bei der portugiesischen Galeere nun gut oder schlecht? Bringt die Heißwassermethode etwas oder ist sie gefährlich? Und wenn, wie heiß muss das Wasser überhaupt sein? Zu derartigen Themen gibt es zahlreiche, oft widersprüchliche Aussagen, die zur Erstellung dieser Website möglichst sorgfältig bewertet, geprüft und eingeordnet wurden. Die Angabe der Literaturquellen ist ein nachprüfbarer Beleg. Trotzdem ist das Ergebnis immer nur so gut wie der Input. Zu Vergiftungen an der australischen Küste beispielsweise gibt es generell deutlich mehr Informationen als zum Amphioctopus mototi in Indonesien, von dem man noch nichtmal sicher weiß, ob er überhaupt giftig ist, obwohl man es annimmt. Hinzu kommt, dass die Wissenschaft sich in einem steten Wandel befindet, alte Standardempfehlungen widerlegt und neue entdeckt werden.

Alle Informationen, die Sie auf dieser Website finden, wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt, es kann aber weder für eine 100%ige Aktualität noch für eine 100%ige Richtigkeit der Aussagen eine Garantie übernommen werden. Es gilt der Disclaimer zu medizinischen Themen!

Sollten Sie einen Fehler auf diesen Seiten entdecken oder die Aufnahme einer Spezies für dringend erforderlich halten, scheuen Sie sich nicht, Kontakt aufzunehmen unter info@divetox.org.

Aufbau der Themenseiten

DiveTox möchte zum einen – möglichst fundierte – Hintergrundinformationen liefern, zum anderen aber auch als schnelles Nachschlagewerk bei Vergiftungen durch Wasserlebewesen dienen. 

Hierzu gibt es für generelle Fragestellungen den Bereich Erste Hilfe, mit dem man sich jedoch zugegebenermaßen im Idealfall vorher auseinandersetzt, nicht erst, wenn schon ein Unfall eingetreten ist.

Zu spezifischen Infos über eine bestimmte Spezies ist zunächst ist eine Oberkategorie zu wählen:

  • Nesseltiere
    • hierzu zählen vor allem Quallen und quallenähnliche sowie Anemonen und Korallen.
  • Schlangen
  • Weichtiere
    • Oktopoden (speziell Blauringkraken)
    • Schnecken
  • Fische
    • Hierunter fallen neben gewöhnlichen Fischen auch z.B. Rochen
  • Sonstige
    • Feuerwürmer gehören beispielsweise nicht zu den Nesseltieren.


Auf den jeweiligen Kategorieseiten kann dann zunächst die Region (Ozean mit Nebenmeeren) ausgewählt werden, um die infrage kommende Spezies geografisch einzuschränken.


Ganz oben stehen die Namen incl. der gängigen Trivialnamen und Synonyme für das  jeweilige Tier, in der Regel ist Diveguides an Tauchbasen weltweit mindestens einer der englischen Begriffe bekannt.


Unmittelbar danach kommt ein Menü mit Icons, die einen sofort zum jeweiligen Bereich der Seite weiterleiten, z.B. zur Erkennung des Tieres, Infos zur Giftabgabe und -wirkung oder den spezifischen Erste-Hilfe-Maßnahmen.


Die Erste-Hilfe-Maßnahmen sind in die grün hinterlegten Kategorie „Dos“, also empfohlene Maßnahmen und die rot hinterlegte Kategorie „Donts“ unterteilt, also Maßnahmen, die gelegentlich propagiert werden, aber auf keinen Fall durchgeführt werden sollten.


Soweit zu dem Thema spezifische Empfehlungen vorhanden sind, sind im Anschluss Informationen für medizinisches Fachpersonal aufgelistet.


Die Abschnitte darüber beschäftigen sich mit allgemeiner Biologie, Erkennen des Tieres und eines entsprechenden Bisses, Stiches oder einer Vernesselung sowie einer Karte mit dem Verbreitungsgebiet. 


Auf den meisten Seiten stammen die Daten für die Karte von iNaturalist.org, einer Website, die weltweit Beobachtungen aller möglichen Tier- und Pflanzenarten dokumentiert. Aus technischen Gründen werden hierbei immer nur die letzten 200 Beobachtungen angezeigt. Hierbei ist zu bedenken, dass bestimmte Spezies auch außerhalb der markierten Bereiche vorkommen können, denn eine fehlende Sichtung kann das Vorhandensein logischerweise nicht ausschließen. Die Website ist Community-basiert und daher auf Meldungen durch ihre zahlreichen Mitglieder angewiesen. Mitmachen kann jeder.

Der DiveTox-Index

Um auf einen Blick die Gefährlichkeit von Giften einschätzen zu können, verwendet diese Seite eine Index-Ampel, die sich auf die direkte Giftwirkung bezieht. Hierbei ist allerdings wichtig zu wissen, dass auch an sich harmlose Gifte im Einzelfall, bei entsprechend prädisponierten Menschen, schwere Allergien bis hin zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock auslösen können (vor allem Proteingifte). Zudem kann auch die Begleitverletzung eine Rolle spielen, wenn beispielsweise ein Tierbiss eine Arterie trifft oder ein Stachel (z.B. von einem größeren Rochen) ein lebenswichtiges Organ verletzt, wie es beispielsweise bei dem berühmten Tierfilmer Steve Irwin der Fall war. Auch können sich alle Wunden potenziell infizieren und es kann bei ungeimpften Patienten immer auch zu einer tödlich verlaufenden Tetanusinfektion kommen.

Nachfolgend sind die Kriterien aufgeführt, nach denen der DiveTox-Index vergeben wird.

  • Nicht tödlich,
  • Bagatellverletzungen, Schmerzen, Rötung u.ä.
  • in der Regel keine längerfristigen Folgeschäden zu erwarten.
  • „Unangenehm, aber in der Regel harmlos.“

  • In der Regel nicht tödlich (außer im Einzelfall z.B. bei Allergie oder unter besonderen Umständen),
  • schwere Symptome,
  • und/oder Wiederauftreten von (lokalen oder regionalen) Symptomen im Zeitintervall möglich.

  • Wiederholt Todesfälle berichtet
  • und/oder schwerste systemische Symptome
  • und/oder schwerwiegende, dauerhafte Langzeitfolgen.

Der DiveTox-Index sagt nichts über die Überlebenschancen bei adäquater Erster Hilfe aus. Führt ein Gift zur Lähmung der Atemmuskulatur, ist es unbehandelt immer tödlich (DiveTox Index 3). Die Notfalltherapie ist jedoch – zumindest in einem professionellen medizinischen Setting – vergleichsweise einfach, nämlich eine adäquate Beatmung des Patienten bis zum Nachlassen der Giftwirkung.

Antidot-Info

Die meisten Vergiftungen durch Meerestiere müssen symptomatisch und unterstützend behandelt werden. Die Erste Hilfe ist hier ein extrem wichtiger Faktor, weil sie schlichtweg früher eingreifen kann als die professionelle Hilfe. Trotzdem enthält der jeweilige Artikel immer auch die Information darüber, ob es ein Gegengift gibt oder nicht. Das bezieht sich jedoch auf die generelle Existenz eines Gegengiftes und sagt nichts über dessen Verfügbarkeit aus. So ist es beispielsweise in einem australischen Ballungsgebiet deutlich einfacher an ein Gegengift für einen Steinfischstich zu kommen, als mitten in Europa, wo sich ein privater Steinfischhalter an seinem Aquarientier gestochen hat. Insgesamt ist es bislang nicht gelungen, ein generelles Gegengiftdepot für aquatische Gifte in Deutschland und Umgebung ausfindig zu machen. Sollten Sie entsprechende Informationen haben, wenden Sie sich bitte an: info@divetox.org.

Es existiert ein spezifisches Gegengift.
No Antidote Available. Please re-check, if this Info ist still up-to-date!
Es existiert kein spezifisches Gegengift.

Medical Disclaimer (Haftungsausschluss für medizinische Inhalte)

The information provided on this website is for general informational and educational purposes only and is not intended as, nor should it be considered a substitute for, professional medical advice, diagnosis, or treatment. Always seek the advice of your physician or other qualified health provider with any questions you may have regarding a medical condition. Never disregard professional medical advice or delay in seeking it because of something you have read on this website.

While we strive to provide accurate and up-to-date information, no guarantee is given regarding the completeness, accuracy, reliability, suitability, or availability of the information contained herein. Reliance on any information provided on this site is solely at your own risk.

This website does not establish a doctor-patient relationship. The use of this website and its content does not create a physician-patient relationship between you and the authors, contributors, or anyone else affiliated with this website.

For users within the European Union and internationally: This disclaimer is intended to comply with applicable EU and international regulations, including but not limited to Directive 2011/24/EU on patients’ rights in cross-border healthcare. Social security and healthcare entitlements may vary by country; users are responsible for consulting local regulations and qualified professionals regarding their specific rights and obligations.

In case of a medical emergency, immediately call your local emergency services.

The authors and operators of this website disclaim any liability for any direct, indirect, incidental, or consequential damages arising from the use or misuse of the information provided.


Die auf dieser Website bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Die Inhalte ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt, Apotheker oder anderes qualifiziertes medizinisches Fachpersonal und dürfen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose oder zum Beginn, zur Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.

Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer einen Arzt Ihres Vertrauens. Die Nutzung der hier bereitgestellten Informationen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die sich aus der Anwendung der dargestellten Informationen ergeben, übernehmen die Autoren und Betreiber der Website keine Haftung.

Im Falle eines medizinischen Notfalls verständigen Sie bitte unverzüglich die zuständigen Rettungskräfte.

Die medizinischen Erkenntnisse unterliegen einem ständigen Wandel durch Forschung und Entwicklung. Obwohl wir größte Sorgfalt auf die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte legen, können wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernehmen.

Wichtiger Hinweis: Durch die Nutzung dieser Website kommt kein Arzt-Patienten-Verhältnis zustande.